Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
22.08.2017
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    Der russische Wodka und die Hackerangriffe

    Franz Krummbein

    Der Chef der demokratischen Minderheit im Senat des US-Bundesstaates New Hampshire, Jeff Woodburn, hat vorgeschlagen, den Verkauf des russischen Wodkas in lokalen Läden zu verbieten, wie die Zeitung „Union Leader“ berichtet.

     

    Damit wolle er auf die angeblichen Hackerangriffe, deren Washington Moskau beschuldigt, antworten. Der Wodka ist das Nationalgetränk der Russen, getrunken von Jung und Alt, Arm und Reich, an Werk- wie an Feiertagen. Wodka überstand die Revolution, Kriege und Perestroika.

    Die „Umtriebe Russlands“ seien jetzt ein absolutes Topthema in den politischen Kreisen in Westen – wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Die amerikanischen Geheimdienste hätten sich daran festgebissen, mehrere digitale Einbrüche, denen politische Bedeutung zukommt, vom Kreml gesteuerten Hackern zuzuschreiben, schreibt „Frankfurter Allgemeine“. Die US-Regierung, die die Ansicht der Geheimdienste zumindest in Teilen stütze, wies im Dezember einige russische Diplomaten aus und verhängt Sanktionen.

    Es ist extrem schwierig festzustellen, wer hinter den Hackerattacken steckt. Trotzdem schieben westliche Medien den Russen die Schuld in die Schuhe, obwohl es keine Belege gibt. Allem Anschein nach lassen sich die Medien vom Trend leiten, überall die Hand Moskaus und die Kreml-Propaganda zu sehen. Das ist eine neue Art der Kriegsführung. Die Behauptungen zur russischen Einmischung seien allerdings in den amerikanischen und internationalen Medien nicht handfester belegt gewesen als durch Aussagen namentlich nicht genannter Geheimdienst-Offizieller, die aus den üblichen „Sicherheitskreisen“ ihre Informationen streuten.

    All diese zahlreichen Hacker-Vorwürfe gegen Russland ähneln einer kollektiven Psychose. Man darf daran erinnern, dass die Hysterie über die rote Gefahr in den 1950er Jahren derart ausuferte, dass ein Kongressabgeordneter aus dem Fenster mit dem Ruf „Die Russen kommen!“ gesprungen war.

    Politische Entscheidungen des Westens, die den Cyberspace in ein weiteres Kampffeld zwischen Staaten verwandeln, erzeugen eine tödlichen Palette von Gefahren. Vor einigen Wochen haben Medien berichtet, dass die Nato-Länder den Cyberraum als physikalisches Milieu für eine Kampfführung betrachten – ähnlich wie Land und See, Luftraum und Weltall. Gemäß der Satzung dieses “Verteidigungsbündnisses der Demokratien”, soll die Strategie einer offensiven kollektiven Verteidigung nun auch im Cyberspace – bei einem Cyber-Angriff von außen – verwendet warden.

    Viele Quellen einschließlich des amerikanischen Ex-Agenten Edward Snowden weisen darauf hin, dass der Westen moderne Informationstechnologien nicht nur im Sinne der Spionage aktiv einsetzt, sondern auch für die Einwirkung auf militärtechnische und gewerbliche Anlagen potenzieller Gegner, aber auch für eine Destabilisierung der sozialen und politischen Situation in souveränen Staaten, deren Führungen nicht bereit sind, sich einem fremden Willen blind zu fügen.

    Russische Einrichtungen werden tagtäglich von Hackern angegriffen. Dabei haben die Hacker auch kritische Infrastrukturobjekte, darunter strategische Industriebetriebe Russlands, attackiert. Betroffen seien Computer von Organen der Staatsmacht, wissenschaftlichen und militärischen Institutionen, Betrieben der Rüstungsindustrie und  anderen Objekten der kritisch wichtigen Infrastruktur des Landes. Allein die Webpräsenz von Staatspräsident Wladimir Putin werde manchmal 1000 Mal am Tag attackiert. Manche Angriffe seien derart intensiv und massiv, dass es keine Zweifel gäbe, dass keine unabhängigen Hackergruppen geschweige denn Einzelgänger dazu fähig seien.

    17 Prozent der russischen Großunternehmen sind im Jahr 2016 Opfer von DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) geworden. Das geht aus der Studie „Informationssicherheit des Business“ vom russischen Virenschutzhersteller „Kaspersky Lab“ hervor. Russland gehöre heute zu den Top fünf Ländern, die bei Hackern besonders beliebt seien, heißt es. Eine bisher unbekannte Hackergruppe mit dem Namen „Strider“ hat mindestens fünf Jahre lang Cyberspionage betrieben, wie Experten für Informationssicherheit der US-amerikanischen Sicherheitsfirma Symantec mitteilten. Demnach waren Großunternehmen in Russland jahrelang Ziele der Hacker-Attacken von „Strider“.

    Doch es sind nicht nur große Firmen, die im Fokus der Computerkriminalität stehen. Ganz im Gegenteil: Kleinere Firmen sind eine deutlich interessantere Beute. In Russland waren etwa 20 Prozent der mittleren Unternehmen und zwölf Prozent der Kleinunternehmen davon betroffen. Mehr als die Hälfte aller Attacken richteten sich gegen die Webseiten der Unternehmen. Bei 34 Prozent der Angriffe wurden Kommunikationsservices, bei 18 Prozent Dateien-Services und bei zwölf Prozent Finanzserver geknackt.

    In 59 Prozent der Fälle ging eine DDoS-Attacke mit einer anderen Cyberattacke einher – unter Anwendung eines Schadprogramms oder sie diente zur Deckung für den Raub wertvoller Daten. Nicht immer wird vom Täter ein Datendiebstahl angestrebt. Viel häufiger handelt es sich um reine Sabotage oder aber Erpressung mit der Drohung, z. B. die Webpage einer Firma zu blockieren oder die eMail-Kommunikation lahmzulegen. Solche Sabotageakte können heute den Geschäftsbetrieb einer Firma ebenso zum Erliegen bringen, wie ein Brand. Wie zuvor berichtet wurde, belaufen sich die Verluste durch Cyberattacken 2016 in Russland auf 158 Milliarden US-Dollar.

    Die Spuren führen in europäische Staaten, in die USA, nach Kanada, nach China und nach Indien. Chinesische Hacker im Auftrag der Pekinger Regierung betreiben immer weniger Wirtschaftsspionage in den USA. Vielmehr gehen sie nun zu Russland und anderen Staaten über, wie die Agentur Reuters meldet. Eine der Hackergruppen, bekannt als „Mirage“ oder „APT 15“, habe ihre Attacken auf den US-Energiesektor eingestellt und nun Regierungsbehörden und diplomatische Einrichtungen in Russland und den GUS-Staaten ins Visier genommen, wird Kurt Baumgartner vom Kaspersky Lab bei Reuters zitiert.

    Experten stimmen zu, dass sich das Internet zu einem wahren Schlachtfeld der führenden Mächte entwickelt hat. Vertreter der US-amerikanischen Agentur für Raketenabwehr erklärten, dass Hacker heutzutage genauso gefährlich wie iranische und nordkoreanische Interkontinentalraketen seien. Der Dritte Weltkrieg hat bereits begonnen, er wird im elektronischen Bereich geführt, wo Siege mit elektronischen Massenmedien errungen werden können. Diese Waffe ist die Speerspitze der Politik der führenden Länder der Welt, die aktiv von den Sicherheitsorganen angewendet wird.

    Eine militärische Nutzung des virtuellen Raums könne jedoch Gefahren verursachen, die nicht immer kalkulierbar seien: Wer kann etwa bei einer schweren Computerpanne in einer Militär- oder Atomanlage eines Nato-Landes garantieren, dass diese Panne nicht auf technische Ursachen oder auf eine Schlamperei vor Ort zurückzuführen ist, sondern eben auf Umtriebe eines Feindes? Wer und wie soll entscheiden, ob dieser Feind keine Terrorgruppe, kein verrückter Alleingänger und kein Provokateur ist, sondern einer der Staaten, die von Washington längst als Bedrohung für die amerikanische Weltordnung eingestuft wurden?

    Und was wäre dann, wenn die Gegenmaßnahmen der USA und ihrer Verbündeten gegenüber einem Staat, der mit dem Zwischenfall nichts zu tun hat, einen Konter auslösen, der wiederum auf einen totalen heißen Krieg ohne Regeln hinauslaufen könnte?

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