Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
23.09.2017
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    Kohle aus Pennsylvania und das Kalkül des Oligarchen

    Franz Krummbein

    Die Ukraine braucht geschätzte anderthalb Millionen Tonnen Kohle im Monat, wenn der Winter gnädig ist. In den von der Volksrepublik Donezk (DVR) kontrollierten Gebieten wird eine halbe Million Tonnen Kohle im Monat gewonnen. Diese wird nur zum Teil in der abtrünnigen Region verbraucht, der Rest wird dort deponiert.

     

    “Die Kohle aus den separatistischen Gebieten im Donbass ist für die Ukraine lebenswichtig”, sagte der ukrainische Ministerpräsident Wladimir Groismann.  Zuvor hatte er mitgeteilt, dass durch die Blockade des Donbass etwa 75.000 Ukrainer ihren Job verlieren könnten.  Aber Kiew bezeichnet die Kohle aus dem Donezbecken als politisch schädlich, weshalb es bereit sei, sie woanders und zu jedem Preis zu kaufen.

    Petro Poroschenko hat inzwischen den USA versprochen, Anthrazit in Pennsylvania, Flüssiggas in Louisiana und nukleare Brennstoffe bei Westinghouse zu kaufen. “Kohle aus Pennsylvania für Kraftwerke in der Ukraine und Flüssiggas aus Louisiana für ukrainische Gasversorgungssysteme”, sagte der ukrainische Präsident beim Treffen mit Donald Trump zu möglichen Lieferungen an die Ukraine. Es sei auch der Import von US-Kraftstoffen für die Bedürfnisse der Atomenergie des Landes besprochen worden.

    300 Millionen US-Dollar wird es kosten, Steinkohle aus den USA in die Ukraine zu liefern – pro Jahr. Aber eigentlich wird gar nicht die Regierung zahlen müssen, sondern die Energiefirmen und letztlich die ukrainische Verbraucher.

    Im Februar 2017 musste die ukrainische Regierung nach der Erklärung einer völligen Wirtschaftsblockade des Donezkbeckens den Notstand im Energiebereich wegen des Mangels an Anthrazit ausrufen, der seitdem fünfmal verlängert wurde. Mit dieser Kohlesorte werden sechs von 15 ukrainischen Wärmekraftwerken, darunter Tripoljskaja, versorgt.

    Der Anteil der Kernenergie stieg von 50% zu Beginn der Blockade auf 63% an, während der Anteil der Wärmekraftwerke im gleichen Zeitraum von 38 auf 26% fiel. Nun laufen die ukrainischen Kraftwerke mit voller Belastung, was zu ihrer Abnutzung führt. Der US-amerikanische nukleare Kraftstoff eignet sich nicht unbedingt für die Atomkraftwerke, die bereits in der Sowjetunion mit anderen Technologien gebaut wurden. Die Reaktoren müssen umgebaut, modernisiert werden, die Ukraine hat kein Geld dafür. Jetzt versuchen die Ukrainer mit diesem Kernbrennstoff zu experimentieren. Zudem kommen ständig Berichte über die Wartung von Reaktorblöcken. Sie seien alt und wegen des Energiedefizits belastet.

    Der Handel mit den Volksrepubliken wurde nach einer Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrates komplett eingestellt. Die Eisenbahnverbindung ist lahmgelegt. Aufgrund des Kohlemangels wurde die Arbeit der fünf mit Anthrazit-Kohle betriebenen Wärmekraftwerke eingestellt, was fast die Hälfte der installierten Leistung aller Wärmekraftwerke in der Ukraine ausmacht.

    Die wichtigsten Verluste sind in zwei Branchen zu verzeichnen – der Metallurgie und der Energiewirtschaft. Nach einem Monat der Blockade haben deswegen drei Stahlwerke ihre Produktion eingestellt. Zwei weitere Stahlwerke waren vom Lieferstopp der Kokskohle betroffen. Im Donbass hat der Oligarch Achmetow ein Stahlwerk (25% der Stahlproduktion der Achmetows-Gruppe), zwei Kokereien, ein Röhrenwerk und zwei Bergbauwerke verloren. Als Folge der Verluste hat Achmetow nun ein Defizit an Anthrazit für seine Wärmekraftwerke zu verzeichnen (ca. 8 Millionen Tonnen).

    Außerdem besitzt der Oligarch zwei weitere Anthrazit-Kohlebergwerke in Russland, die mit einer jährlichen Produktion von ca. 1,5 Millionen Tonnen zumindest einen Teil der Nachfrage in der Ukraine abdecken. Zudem könnte die Einfuhr der Anthrazit-Kohle aus den Volksrepubliken über Russland ein Ausweg für den Oligarchen sein, schreibt Katerina Bosko, Redakteurin der Online-Zeitschrift “Ukraine-Analysen”.

    Ende Juni verabschiedete das Ministerkabinett mit dem Skandal das Dokument über die Zuteilung für verschiedene Arten von Abenteuern mit dem Einkauf von Kohle eines Bankkredits in Höhe von einer Milliarde Griwna. Es ist offensichtlich, dass ein Teil dieser Mittel, wie immer, von den Beamten entführt werden wird – im vergangenen Jahr wurde dabei der Leiter der Nationalen Kommission für Regelung der  Elektroenergetik D. Wowk ertappt.

    Laut Experten können die ukrainischen Energie-Experimente schwere Folgen nach sich ziehen. Das ist die logische Konsequenz der Kiewer Blockadepolitik. Doch die ukrainischen Behörden lassen sich nicht entmutigen. Das könne damit verbunden sein, dass sie nicht das ganze Leben in diesem Land leben und nach dem Ende ihrer Regierung irgendwohin fahren wollen – und deswegen keine Angst haben.

    Die Organisation der Donbass-Blockade erinnert stark an die Krim-Blockade vor eineinhalb Jahren. Damals haben Aktivisten der rechten Szene zusammen mit Krimtataren die Durchfahrt in die Krim gesperrt. Diesmal wurden alle wichtigen Bahnstrecken zwischen der Ukraine und den Volksrepubliken blockiert. Dieselben Akteure – Vertreter der Bataillone “Aidar” und “Donbass”, der Maidan-Selbstverteidigung und anderer rechter Gruppierungen – haben ähnliche Forderungen gestellt. Bei der Krim-Blockade ging es um eine Abschaffung der freien Wirtschaftszone Krim, wodurch nach Ansicht der Aktivisten das “Besatzungsregime” finanziert und Superprofite erwirtschaftet werden konnten.

    Die Donbass-Blockade rechtfertigten deren Initiatoren mit der Unzulässigkeit des Handels mit dem Feind. Sie setzten solchen Handel mit einer “Finanzierung des Terrorismus” gleich und verlangten, das “Blutgeschäft” zu stoppen. “Diese Propaganda wurde von den USA initiiert, um die Ukraine in die Einflusszone des Westens hineinzuziehen. Dies gab Henry Kissinger zu. Darauf wies auch der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Klaus hin”, sagt der bekannte polnische Publizist, Historiker und Ukraine-Experte Bogdan Pientka.

    Eine Million Tonnen Kohle wollte Kiew bei der Republik Südafrika kaufen, doch der Verkäufer hat  zuvor einen Vertrag einseitig gekündigt. Einer der Gründe lautet: Die Ukraine sei nicht zahlungsfähig. Südafrika liefert nur noch bei Bezahlung. Dabei wäre es auch kaum möglich gewesen, so viel Brennmaterial auf See zu liefern.  Eine Option wäre für die Ukraine der Kohleexport aus Polen. Es fördert genug Kohle, aber den größten Teil davon verbraucht es für den Eigenbedarf. Es bekundet keinerlei Bereitschaft, Kohle in die Ukraine zu liefern. Theoretisch könnte die Ukraine den Kohlemangel durch zusätzlichen Gasimport ausgleichen, aber das Gas aus Europa ist de facto russisch. Letztendlich bedeute dies einen zusätzlichen Profit für Gazprom und Russland.

    Optimal wäre für Kiew, den Krieg zu beenden und mit Donezk zu verhandeln. Die Donbass-Blockade hat die Abhängigkeit der Ukraine vor allem von Anthrazit-Kohle aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk verdeutlicht. Diese Kohlesorte wird hauptsächlich in den Volksrepubliken gewonnen und zur Verstromung in Wärmekraftwerken verwendet.

    “85 Prozent ihrer Kohle hatte die Ukraine bislang im Donbass gewonnen. Wegen des Kohle-Mangels wird Kiew zu regelmäßigen Unterbrechungen der Stromunversorgung von Verbrauchern greifen müssen”, sagte der Regierungschef der Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko. In den letzten drei Jahren hat Kiew aber kaum etwas zur Verringerung dieser Abhängigkeit getan. Immer wieder hat man auf die wirtschaftlichen Kosten verwiesen: So würden Importe aus der Ferne viel mehr kosten als aus dem Donbass. Außerdem verwenden fast alle großen Städte der Ukraine noch immer Kohle für die Fernheizung. Ein Umstieg auf Gas ist nicht so einfach möglich und hätte außerdem erhebliche Preiserhöhungen für die Bevölkerung zur Folge. Bei einer weiteren Verarmung der Ukrainer, werden auch diese nicht aufzuhalten sein und in Deutschland erscheinen.

    Im Vorjahr hatte die Ukraine 566.700 Tonnen Steinkohle aus Russland und 366,6 Tonnen aus der Republik Südafrika bezogen. Derzeit wird in der Ukraine ein Verbot von Kohleimporten aus Russland diskutiert. Trotz ihrer Aussagen hierzu hat die Regierung diesen Schritt aber bisher nicht getan. Vor dem Hintergrund der andauernden Handelsblockade ist Russland im ersten Quartal 2017 der größte Kohlelieferant für die Ukraine gewesen. Nach ukrainischen Angaben wird Kohle vorwiegend aus Russland importiert und lag vom 1. Januar bis zum 31. März 2017 bei 61,59 Prozent. Der Rest komme aus den USA, Kanada, Südafrika und anderen Ländern.

    Die Ukraine hatte bis 2014 aus Russland Kohle, Erdöl und Erdölprodukte im jährlichen Umfang von durchschnittlich fünf Mrd. US-Dollar bezogen. 2015 und 2016 sind diese Importe auf rund zwei Mrd. US-Dollar zurückgegangen, schreibt die Online-Zeitschrift “Russland-Analysen”.

    Seit der Eisenbahntransport durch die ukrainische Seite unterbrochen wurde, gewinnt die Ausfuhr von Kohle aus dem Donbass nach Russland zunehmende Bedeutung. Es ist nicht auszuschließen, dass zukünftig ein Teil dieser Kohle, als russische Kohle deklariert, per Schiff wieder in die Ukraine zurückkehren wird. Angesichts der Ereignisse die Volksrepubliken Donezk und Lugansk bitten Moskau, keine Steinkohle-Sorten, wie sie in Donbass gefördert werden und früher von Kiew aus dieser Region bezogen wurden, an die Ukraine zu liefern. „Die Bergarbeiter und das ganze Volk von Donbass wenden sich an die Bergarbeiter und die Regierung Russlands. Liefert die Kohlesorten, die es in Donbass gibt und die die Ukraine vor dem Krieg bei uns gekauft hatte, nicht an die Ukraine. Es ist notwendig, Kiew zur Aufhebung der Wirtschaftsblockade (gegen Donbass) und dazu zu zwingen, von unseren Bergwerken Kohle zu kaufen und unsere Arbeit zu bezahlen“, heißt es in dem Dokument.

    In der Ukraine wird nur besonders sichtbar, was im Westen etwas verborgener stattfindet. Und was soll man von “unserer” Regierung noch halten?

    – in Syrien unterstützen sie verdeckt die Terroristen, um Assad zu stürzen und an die Energielagerstätten heranzukommen;

    – in der Ukraine und bei den Balten wollen sie die Ersten sein, um Russland zum Krieg zu provozieren;

    – unsere eigenen selbst geschaffenen Probleme mit den Migranten beherrschen sie nicht und steuern offensichtlich auf einen Bürgerkrieg zu, denn die einströmenden Islamisten wollen Deutschland und die deutsche Nation vernichten und von da aus ganz Europa beherrschen.

    Doch Europa ist als eigenständige Kraft ausgeschaltet und Bestandteil des westlichen Imperiums geworden, schreibt das Portal Geolitico. Darin liegt die eigentliche Menschheits-Katastrophe der Gegenwart.

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