Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
09.03.2021
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    Endlich etwas Klarheit, was die russischen Pläne für Syrien betrifft


    Dagmar Henn

    Eine Menge ist in den letzten Stunden geschehen. Putin hat in der UN gesprochen, das russische Parlament hat dem Einsatz russischer Truppen in Syrien zugestimmt und Sergej Iwanow hat den russischen Medien eine ausführliche Erklärung der Gründe gegeben, warum der Kreml eine solche Autorisierung erbeten hat. Das Bild ist endlich viel klarer geworden.

     

    Was nicht geschehen wird:

    Es wird keinen „meist erwarteten Showdown in der jüngeren Geschichte“ geben: keinen Einsatz russischer Bodentruppen, keine Verhängung einer Flugverbotszone durch Russland (insbesondere nicht gegen die USA und ihre Verbündeten!), keine MiG-31, keine russischen Luftlandetruppen, keine russischen Panzer an der Front, keine russischen, mit Nuklearwaffen bestückten SSBN-U-Boote und vermutlich keine bedeutende russische Militärpräsenz um Damaskus. Tatsächlich wird es keinerlei unilateralen russischen Militäreinsatz irgendeiner Art geben. All dieser Unsinn kann endlich zur Ruhe gebettet werden.

    Was geschehen wird:

    Der russische Militäreinsatz wird in jeder Hinsicht legal sein: die Russen haben ein formelles Ersuchen um militärischen Beistand der syrischen Regierung erhalten, das russische Parlament hat die Genehmigung erteilt und Russland wird um eine Autorisierung des UN-Sicherheitsrats nachsuchen. Der russische Militäreinsatz wird offiziell auf Lufteinsätze einschließlich Bombenabwürfen und Luftunterstützung beschränkt sein. Hauptdrehkreuz des russischen Einsatzes wird Latakia sein. Entscheidend ist, dass Russland als Teil eines breiten Bündnisses handeln wird.

    Es wäre ein Fehler, sich vor allem auf das zu konzentrieren, was als Nächstes geschehen wird. Ich würde behaupten, das, was bereits geschehen ist, ist weitaus bedeutender.

    Was bereits geschehen ist:

    Putin hat die USA im Grunde gezwungen, den russischen Plan zu akzeptieren. Kerry hat gegenüber CNN gesagt, die US-Politik zu Syrien würde „angepasst“ – anders gesagt, die USA geben die Idee auf, Assad zu stürzen, offiziell nur vorübergehend. Die NATO hat erklärt, sie würde eine positive Rolle Russlands in Syrien begrüßen. Das Pentagon ist dem Beispiel Israels gefolgt und hat entschieden, einen besonderen Kommunikationskanal zu öffnen, um die russischen und die US-Einsätze zu koordinieren. In Anbetracht des obigen gehe ich davon aus, dass die USA ihrer bulgarischen Kolonie den Befehl erteilen werden, die Schließung ihres Luftraums für russische Flugzeuge aufzuheben.

    Was noch geschehen könnte:

    Zuerst wäre ich nicht überrascht, wenn die Russen erklären würden, es sei ihr Standardverfahren, ihre Militäreinrichtungen mit Luftabwehrsystemen zu schützen. Und dann würden sie endlich ihre S-300 hereinbringen (ich weiß von den Gerüchten, die S-300 wären bereits dort, aber ich habe bisher keine Bestätigung dafür gesehen). Ich würde erwarten, dass sich die Israelis deshalb besonders elend fühlen, und ich wäre nicht überrascht, wenn die Russen die Garantie anbieten würden, dass diese Systeme ausschließlich unter russischer Kontrolle bleiben. Was bereits sicher ist, ist, dass Netanjahu nach Moskau geflogen ist, um die Frage einer russisch-israelischen wenn nicht „Kooperation“, dann wenigstens „Nichteinmischung“ anzusprechen. Ich möchte hier hinzufügen, dass Moskau keinerlei feindselige Pläne gegen Israel hegt und dass die russischen und israelischen Funktionäre, nach allen Berichten, hervorragend miteinander auskommen, selbst wenn dies nur deshalb so ist, weil beide Seiten klug und pragmatisch sind (sie brauchen kein Liebesfest, sie brauchen verantwortliches Verhalten).

    Zweitens, die offizielle militärische Präsenz in Syrien wird den Russen die perfekte Deckung für allerlei verdeckte Bemühungen geben, einschließlich der Lieferung von Ausrüstung, gemeinsamen Aufklärungseinsätzen und sogar direkter Kampfeinsätze. Ich glaube nicht, dass das einen größeren Teil der russischen Bemühungen ausmachen wird, aber jetzt gibt es eindeutig die Option dazu.

    Drittens, und ich gebe zu, dass das hundertprozentig meine eigene Spekulation ist, ich glaube, die ganzen russischen Militärbewegungen werden etwas ganz Anderes verdecken: eine größere Beteiligung des Irans und der Hisbollah. Warum? Zum einen, Lufteinsätze können nicht alles erreichen. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass ein sehr kleines Kontingent der russischen Luftwaffe den Verlauf des Krieges entscheidend ändern wird. Der völlige Fehlschlag der NATO-Luftwaffen über dem Kosovo hat bewiesen, dass Lufteinsätze, allein genommen, eine sehr begrenzte Wirkungsmöglichkeit haben, und, anders als die NATO im Kosovo, wird Russland ein sehr kleines Flugzeugkontingent schicken. Die Anwesenheit der russischen Luftwaffe im syrischen Luftraum könnte aber jede plötzliche militärische Wendung für Daesh „weg erklären“, insbesondere, wenn der wirkliche Grund für diese Wendung ein aufgemotztes iranisches Eingreifen ist. Noch einmal, ich habe keinerlei Informationen, die irgend etwas davon bestätigen, aber ich persönlich erwarte einen deutlichen Anstieg in den Anstrengungen des Irans und der Hisbollah, Daesh zurückzudrängen.

    Bewertung

    In rein militärischen Begriffen ist das eine eher kleine Entwicklung. Ja, die syrische Luftwaffe muss dringend modernisiert werden (die Tatsache, dass sie aus Hubschraubern abgeworfene 500kg Fassbomben einsetzen, ist Beweis dafür, dass sie nicht genug Flugzeuge haben, um gelenkte oder selbst ungelenkte 500kg Luftbomben einzusetzen) und die Russen werden einige sehr leistungsfähige Flugzeuge bringen (SU-24 und SU-25 mit Sicherheit, und in einigen besonderen Fällen könnten sie sogar Tu-22M3 und SU-34 einsetzen). Aber das wird das Spiel nicht verändern. Politisch stellt dies jedoch einen weiteren Triumph für Wladimir Putin dar, der das US-Empire gezwungen hat, seinem Plan, Assad zu stürzen, abzuschwören. Denn die Russen, da sollte man keinen Fehler begehen, sind gekommen, um zu bleiben: eine begrenzte russische Militärpräsenz verwandelt sich in eine bedeutendere politische Verpflichtung Russlands. Mehr noch, nicht nur Tartus wird weiter eine zwar recht begrenzte, aber nicht unbedeutende Rolle für die russische Marine spielen, der Luftwaffenstützpunkt in Latakia wird zum Drehkreuz russischer Militäreinsätze und, in der Folge, ein vorgeschobener Stützpunkt für die Schwarzmeerflotte.

    Schlussfolgerung: doch eine Wende im Spiel?

    Ja. Aber nicht wegen einer Militärbewegung Russlands. Denkt darüber nach: für die Vereinigten Staaten bestand der Hauptzweck von Daesh im Sturz Assads. Jetzt, da die USA erklären, sie „planten augenblicklich nicht, syrische Rebellen zu bewaffnen“ und Assad zu stürzen, wurde der Nützlichkeit von Daesh für das anglozionistische Empire ein schwerer Schlag versetzt. Wenn das Empire beschließt, dass Daesh seine Nützlichkeit überlebt hat und jetzt zu einer Belastung geworden ist, sind die Tage von Daesh gezählt.

    Natürlich habe ich keine Illusionen, was eine wirkliche Veränderung im Herzen des imperialen „tiefen Staats“ angeht. Was wir jetzt sehen, ist nur eine taktische Anpassung an eine Lage, die die USA nicht kontrollieren konnten, keine weitreichende strategische Veränderung. Die wütenden Russlandhasser im Westen sind immer noch da draußen (obwohl einige angewidert gegangen sind), und sie haben jetzt die Möglichkeit, Russland schlicht Alles in Syrien vorzuwerfen, insbesondere, wenn etwas wirklich schiefgehen sollte. Ja, Putin hat einen weiteren größeren Sieg gegen das Empire errungen (wo sind jene, die erklärten, Russland habe „Syrien verkauft“?), aber jetzt wird Russland mit diesem möglicherweise „gefährlichen Sieg“ umgehen müssen.

    Quelle und 37 Kommentare: http://vineyardsaker.de/analyse/endlich-etwas-klarheit-was-die-russischen-plaene-fuer-syrien-betrifft/

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