Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
16.01.2021
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    Piräus – Chinas Tor nach Europa

    China beginnt künftig in Athen-Piräus. Die staatseigene chinesische Reederei Cosco (China Ocean Shipping (Group) Company) übernimmt einen 67-Prozent-Anteil an Griechenlands größtem Hafen Piräus für die kommenden 36 Jahre

     

    Der Vertrag dazu wurde am 8. April 2016 in Athen unterzeichnet. Cosco zahlt zunächst 280,5 Millionen Euro für einen 51-Prozent-Anteil an der bislang mehrheitlich griechisch-staatlichen Hafengesellschaft OLP (Piraeus Port Authority). Die Übertragung der Aktien soll im Juni erfolgen. Weitere 16 Prozent erhält die viertgrößte Reederei der Welt in fünf Jahren für 88 Millionen Euro. Davor muss sie allerdings versprochene Investitionen im Hafen im Umfang von 350 Millionen Euro nachweisen. Auch Hafenbetreiber aus Dänemark, den Philippinen, aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.

    Cosco hat mit Piräus Großes vor: Es will Piräus „zu einem der führenden Häfen Europas ausbauen“, versprach Cosco-Chef Xu Lirong, zum größten Containerhafen im Mittelmeerraum. Er soll zur Drehscheibe für den Containerverkehr zwischen Asien und Europa, aber auch für Nahost und Russland werden. Diese Option erscheint angesichts der günstigen geostrategischen Lage des Hafens durchaus realistisch. Es ist der dem Suez-Kanal am nächsten gelegene europäische Hafen. Chinesische Exporte können dadurch 7 bis 11 Tage schneller nach Mitteleuropa gelangen. Zudem hat er den Vorteil, als natürlicher Tiefwasserhafen Containerschiffe aller Größen aufnehmen zu können. Konzerne wie Hewlett Packard, Sony, Huawei und und der chinesische Mobilfunkhersteller ZTE schlagen bereits jetzt einen Großteil ihrer aus Asien kommenden Frachten in Piräus um.

    …..

    Das Piräus-Hafen-Projekt ist Teil des größten außenpolitischen und global-wirtschaftlichen Projekts Chinas: das Mega-Projekt „Neue Seidenstraße“ – „One Belt, One Road“ (ein Gürtel, eine Straße). Wie der englische Titel schon zum Ausdruck bringt, handelt es sich um zwei Projekte. Einen Landweg, entlang der legendären Seidenstraße von China bis nach Westeueropa. Eine ausgebaute Eisenbahnstrecke von China nach Duisburg für schnelle Container-Güter wurde bereits in Betrieb genommen. Über eine „maritime Seidenstraße“ sollen Märkte entlang des Seewegs von China bis Europa, Nahost erschlossen werden. „Die Seidenstraßeninitiative soll die Grundlage einer neuen Art der internationalen Beziehungen bilden“, schreibt Merics (Mercator Institute for China Studies). Kernbestandteile sind mehr Kollektivität in Eurasien und „Win-Win-Kooperationen“. Insgesamt sollen etwa 100 Milliarden Dollar über einen Fonds, die neue AIIB-Bank und die BRICS-Bank bereitgestellt werden.

    Deshalb ist auch in Griechenland das chinesische Logistik-Konzept mit der Übernahme des Hafens noch nicht erschöpft. Wichtig sind die Bahnverbindungen von Piräus über den Balkan nach Mittel- und Osteuropa. „Daher ist Cosco an einer Übernahme des staatlichen Bahnbetreibers Trainose (eine Tochter der griechischen Staatsbahn – F.S.) und des geplanten Logistikzentrums Triassio im Westen Athens interessiert, dessen Herzstück ein großer Containerbahnhof ist“, berichtet das Handelsblatt (8.3.16). Ende 2014 unterschrieben die Regierungschefs aus China, Serbien und Ungarn einen Vertrag zum Ausbau des Schienennetzes zwischen Belgrad und Budapest bis zum Jahr 2017.

    Quelle: https://isw-muenchen.de/2016/04/piraeus-chinas-tor-nach-europa/

    Zum selben Thema schreibt german-foreign-policy.com

    Die Neue Seidenstraße (II)

    ATHEN/BEIJING/BERLIN
    (Eigener Bericht) – Strategische Investitionen der Volksrepublik China in Südosteuropa stellen die deutschen Hegemonialansprüche dort in Frage. Zu Wochenbeginn hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in Beijing über neue chinesische Wirtschaftsvorhaben in Griechenland verhandelt. Kernstück ist der Hafen in Piräus bei Athen, der zu zwei Dritteln von einem chinesischen Großkonzern übernommen wird. Beijing baut ihn zum Endpunkt des maritimen Teils der „Neuen Seidenstraße“ aus, eines billionenschweren Infrastrukturprojekts, das China ökonomisch enger mit Europa verbinden soll. Piräus steigt damit zu einem zentralen Hafen des europäischen Chinahandels auf; das verbessert die griechische Position in der EU. Beijing ergänzt dies um aufwendige Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur in den Nicht-EU-Ländern Südosteuropas. Berlin beginnt gegenzusteuern und hat am Montag mit einem „Westbalkangipfel“ seinen Einfluss auf die dortigen Staaten zu sichern versucht. Das Treffen richtete sich auch gegen Bemühungen Russlands, seine Positionen in Südosteuropa zu verbessern.

    Lesen Sie hier weiter: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59405

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