Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
24.06.2017
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    Wer profitiert von den „Lizenzen zum Dopen“

    Franz Krummbein

    Starke Opiate bei amerikanischen Athleten – ja, Meldonium bei russischen Sportlern – nein. Durch einen Leak der Hackergruppe „Fancy Bears“ sind interne Dokumente der Wada an die Öffentlichkeit gelangt, die belegen sollen, dass US-amerikanische Athleten, darunter die Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams, offenbar mit Wissen der Wada jahrelang verbotene Substanzen genommen haben. Nun soll es sich ja z.B. um Schmerzmittel handeln, die anderen Athleten, darunter den russischen, untersagt wurden.

    Zahlreiche US-amerikanische Spitzensportler haben sich offenbar medizinische Ausnahmegenehmigungen für Medikamente beschaffen wollen, die auf der Dopingliste stehen. Die US-Anti-Doping-Agentur hat amerikanischen Sportlern verbotene Substanzen erlaubt – und zwar in 583 Fällen allein 2015,  schreibt Spiegel-Online. 200 US-Athleten dopen bis heute legal.

    Es ist eine Schande, dass Wada lustig weiter macht, und jetzt noch versucht sich für diese ganze Schweinerei noch zu rechtfertigen. Nachdem im Internet einige geheime Papiere veröffendlicht wurden, hätte man diesen Sauhaufen sofort auflösen müssen.

    Aus ihnen geht unter anderem hervor, dass die 22-fache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams in den Jahren 2010, 2014 und 2015 mit Zustimmung der Wada „aus therapeutischen Gründen“ Oxycodon, Hydromorphon, Prednison, Prednisolonum und Methylprednisolon eingenommen hatte. Ihre Schwester Venus soll von 2010 bis 2013 legal mit Prednison, Prednisolonum, Triamcinolon und Formoterol gedopt haben.  Laut weiteren Unterlagen wurde die amerikanische Turnerin Biles trotz positiven Dopingtests nicht gesperrt.

    Der Leiter der Medizinabteilung des Internationalen Olympischen Komitees (IOK), Richard Budgett, hat laut einem ARD-Bericht eine Zusatzuntersuchung der Proben jamaikanischer Läufer von den Olympischen Spielen 2008 blockiert, obwohl erste Analysen Spuren des Dopingmittels Clenbuterol ergeben hatten. Dabei sei sich die Welt-Anti-Doping-Agentur der Situation mit den jamaikanischen Sportlern bewusst gewesen, habe aber ein Disziplinarverfahren ausgeschlossen.

    Der mexikanische Trainer Angel Heredia, der laut ARD mehrere Spitzensportler mit verbotenen Mitteln versorgte, gestand gegenüber dem TV-Sender Kontakte mit dem Jamaika-Team vor den Peking-Spielen. „Trainer aus Jamaika haben mich kontaktiert und mich gefragt, ob Clenbuterol für Sprinter geeignet sei“, sagte Heredia.

    Der berühmte Läufer aus Jamajka, Usain Bolt, hatte bei den Olympischen Spielen 2008, 2012 und 2016 mehrere Wettkämpfe über einhundert Meter und zweihundert Meter gewonnen. Seine Kolleginnen Shelly-Ann Fraser und Veronica Campbell-Brown brachten Jamaika ebenso Goldmedaillen. Dagegen musste das jamaikanische Team die Preise für die 4×100-m-Staffel abgeben, weil der Doping-Test des Läufers Nesta Carter sich als positiv erwiesen hatte.

    Der Radsport sei vom Doping am meisten betroffen. 102 Radsportler hätten die Lizenz zum Dopen erhalten. Mit 68 bzw. 58 „therapeutischen Ausnahmen“ belegen die Leichtathletik und der Triathlon die Plätze zwei und drei auf dem Doping-Siegertreppchen. 42 Wada-Zustimmungen erhielten die Schwimmer, 37 die Wintersport-Athleten.

    Es ist ja eigentlich egal wer das hackt. Der eigentliche Skandal ist ja, dass insbesondere US Sportler versuchen das Anti-Doping System legal zu umgehen und dabei anscheinend auch Erfolg haben.

    Russische Sportler schildern, ihnen würden Präparate verboten werden, die amerikanischen Athleten erlaubt sind. Andererseits werden russische Sportler wegen vergleichsweise harmlosen Mitteln wie Meldonium gesperrt, wohingegen anderen Sportlern sehr viel stärker wirkende Präparate erlaubt werden. Es muss gleiches Recht für alle geben. Wenn es so gewesen ist, dann kann es nicht sein, dass die Wada russischen Athleten ein Präparat verwehrt und anderen gestattet.

    Die amerikanische Pharmaindustrie verdient sich eine goldene Nase. Wieviel müssen eigentlich die US und britischen Sportler für Dopinggenehmigung bezahlen? Lohnt es sich für die Sportler. Für Ärzte und Wada sicher.

    Die Mehrheit der befragten Europäer und Amerikaner haben gegen die sogenannte „Lizenz zum Dopen“ für chronisch erkrankte Sportler ausgesprochen. Solche Ausnahmegenehmigungen halten sie für einen Trick unehrlicher Sportler bzw. Sport-Politiker, die solche Maßnahmen initiieren, um ihren Bürgern einen Platz auf dem Siegerpodest zu sichern.

    Kein Mensch mit klarem Verstand könne daran glauben, dass die Top-Sportler so sehr und so massenhaft erkrankt seien. Wir brauchen eine dritte getrennte Olympiade, eine für Steroid- und Droghenabhängige. Ob dann aber da die Amerikaner und Norweger die Gewinner werden ist allerdings fraglich. Momentan wertden die aus den Edelstaaten zu der tradizionellen Olympiade zugelassen. So ein Pech für die naiv-ehrlichen sauberen Athleten. Gibts solche überhaupt noch?

    „Ich glaube, wenn jemand dopen darf, dann sollten dies alle dürfen, wenn das verboten ist, dann auch für alle“, sagte die russische Leichtathletik-Weltmeisterin Olga Bogoslowskaja. „Jeder, der sich die Williams-Schwestern ansieht, muss sich selbst fragen: Sind diese jungen Damen dermaßen krank, dass sie bestimmte starke Präparate brauchen? Natürlich nicht“, so Bogoslowskaja weiter.

    Die Praxis der Erteilung von Sondergenehmigungen für diese Medikamente ist ja seit Langem umstritten und so auch nicht länger tragbar. Hier verschaffen sich einzelne Sportlerinnen und Sportler ganz klare Vorteile, vor allem, wenn es sich um dauerhafte Genehmigungen handelt – das ist auch eine Wettbewerbsverzerrung.

    Die Wada muss ja jede Verschreibung genehmigen, also gibt es keine Möglichkeit, wie das hinter ihrem Rücken passiert sein kann. Bei den Medikamenten soll es sich um starke Opiate handeln, die z.B. Krebspatienten verschrieben werden.

    Wie kann es sein, dass Leistungssportler solche Rezepte bekommen? Kann die Wada noch als Institution ernstgenommen werden oder braucht der internationale Sport ein neues Kontrollorgan? “Wir haben zum Antidopinggesetz gefordert, dass es mindestens zwei unabhängige Gutachter geben muss, die die medizinische Notwendigkeit von verordneten Medikamenten, die auf der Dopingliste stehen, bestätigen müssen”, sagte Andre Hahn, Mitglied des Sportausschusses im Bundestag. Ihm zufolge geht es jetzt nicht um eine Krise der Dopingbekämpfung im russischen Sport, sondern vielmehr um eine Krise des weltweiten Systems der Dopingbekämpfung. Es wäre schlimm, wenn die Wada und auch nationale Antidopingagenturen immer weiter in Misskredit gerieten.

    Dabei soll die Bildung einer Struktur für Berufsethik erörtert worden sein, die sich mit der Bekämpfung von Korruption und vorher vereinbarten Spielergebnissen sowie mit der Anwendung verbotener Präparate befassen und einen Teil der Vollmachten der Agentur übernehmen soll. Diese Idee habe der Vorsitzende des Argentinischen Olympischen Komitees und Mitstreiter des IOC-Präsidenten Thomas Bach, Gerardo Werthein, geäußert, dem zufolge die Wada „die Sportbewegung in eine schwierige Lage gebracht hatte“. Der Argentinier hat der Zeitung „The Guardian“  zufolge die Agentur wegen ihrer offenkundigen Versuche kritisiert, die Verantwortung für die ernsthaften Probleme des gesamten Systems auf andere abzuwälzen.

    Es geht der Wada und den damit verbundenen Personen gar nicht um einen ehrlichen Antidopingkampf, sondern eindeutig um die Diskreditierung Russlands. Es ist eine politische Aktion, der Antidopingkampf wird nur als Vorwand genommen. Die eigentlich Schuldigen sitzen bei der Wada. Sie haben viele Jahre eine schlechte Arbeit geleistet. Die Wada hat weltweit alle Kontrollmöglichkeiten in Fragen Doping. Genutzt wurde offenbar nur wenig davon. Naja, wenn die Wada Leute ständig Ausnahmegenehmigungen für Sportler aus den USA u.a. erstellen müssen, woher soll die Zeit für ihre eigentliche Arbeit kommen?

    Die Wada ist nicht unabhängig und kann nicht ordnungsmäßig ihre Pflichten erfüllen, sagte der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (Usada), Travis Tygart, gegenüber der Agentur Reuters: „Das ist ein Fuchs, der den Hühnerstall bewacht.“ Außerdem betonte er, dass es sehr wichtig sei, aufzuklären, welche Rolle eigentlich die Wada spiele. Sie sollte laut ihm als globales Regulierungsinstrument agieren und „erst dann können wir verstehen“, was finanziert werden solle.

    Medienberichten zufolge gelten die USA als Hauptsponsor der Wada. Demnach sollen die Vereinigten Staaten im Vorjahr über zwei Millionen US-Dollar dafür ausgegeben haben.

    Der Sport ist nur noch Commerz. Wer nicht erster ist hat verloren. Damit ist der olympische Geist tot.

    Zum Thema:
    https://www.wada-ama.org/sites/default/files/resources/files/wada_contributions_2016_update_en.pdf

    One Comment

    • Raesonierer sagt:

      Nicht nur die Amis, auch fast alle Deutschen Sportler. Auch der Tellerwerfer! Alles zur Pflege der Gesundheit. Man, was werden wir verarscht, nicht wahr Herr Scharping?

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